145 Jahre Liberale Synagoge: Auf Spuren vergessener Darmstädter Jüdinnen

Zehn Jahre "Zukunft braucht Erinnerung": Der Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt e.V. feiert 2021 sein zehnjähriges Bestehen. Im Rahmen des zehnjährigen FLS-Jubiläumsjahrs lädt der Förderverein Liberale Synagoge ein zum Zoom-Online-Vortrag 145 Jahre Liberale Synagoge – Auf den Spuren vergessener Darmstädter Jüdinnen". Termin: kommender Dienstag, 23. Februar, 20 Uhr via Zoom. Referent ist Martin Frenzel, Historiker und Buchautor.

Der Förderverein Liberale Synagoge veranstaltet zum 145. Jahrestag des Jüdischen Gotteshausessunter dem Motto "Zukunft braucht Erinnerung" wegen Corona statt des sonst üblichen Rundgangs in der Gedenkstätte diesmal einen zweistündigen Online-Vortrag Die Teilnahme ist kostenlos, um Voranmeldung unter martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de wird aber gebeten. Der Link wird dann verschickt. Das Erinnerungsarbeitsjahr 2021 steht im Zeichen des 145. Jahrestags der Liberalen Synagoge Darmstadt, die am 23. Februar 1876 unter Beisein der versammelten Darmstädter Stadt- und großherzoglichen Landesprominenz eingeweiht wurde, aber auch im Zeichen des zehnjährigen Jubiläums des Fördervereins Liberale Synagoge.

Vor genau 145 Jahren hatte der Großherzogliche Rabbiner und Thora-Gelehrte Julius Landsberger im Beisein der gesammelten Darmstädter Prominenz die Thora in die Heilige Lade getragen. Nur 62 Jahre später, im Darmstädter Novemberpogrom von 1938, zerstörten die Nazis das Gotteshaus. Es stand lichterloh in Flammen, danach sprengten SA-Trupps in Zivil den monumentalen Sakralbau. Erst Anfang Oktober 2003, 65 Jahre später, wurden Überreste der Synagoge bei den Aushubarbeiten fürs Neue Klinikums für Innere Medizin wiederentdeckt. Seit November 2009 erinnert die städtische Gedenkstätte an die ehemalige Liberale Synagoge, die in ihrer Zeit als "Zierde unserer Stadt" galt. Auch Persönlichkeiten wie Rabbi Julius Landsberger, Rabbi Bruno Italiener und der Kultur- und Technikphilosoph Prof. Julius Goldstein stehen im Zentrum des Abends. Außerdem geht es um vergessene Darmstädter Jüdinnen wie Hertha Mansbacher, Marie Trier, Elsbeth Juda, geb.Goldstein und Hannah Skop, geb. Posner. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zum zweistündigen Zoom-Vortrag des Fördervereins Liberale Synagoge herzlich eingeladen!

Die beiden aktuell laufenden Benefizspendenkampagnen des FLS – Darmstadt braucht eine Rabbi Bruno Italiener-Gedenktafel November 2021" und "Darmstadt braucht einen Julius Goldstein-Platz mit Gedenktafel November 2022" setzt der FLS nun notgedrungen in der Lockdown-Phase digital via Internet (www.liberale-synagoge-darmstadt.de) und via Facebook-Gruppe des Vereins weiter fort. Spenden hierfür können direkt aufs Konto des Vereins überwiesen werden (Infos dazu gern auf Anfrage!). Weitere Veranstaltungen werden via Tagespresse und FLS-Homepage bekannt gegeben. Weitere Infos zum zehnjährigen Jubiläumsjahr und den Veranstaltungen/Rundgängen in 2021 unter: www.liberale-synagoge-darmstadt.de.

Weitere Informationen unter
Internet: http://www.liberale-synagoge-darmstadt.de
E-Mail: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de

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