410.380 Euro für Klimaprojekte

Das Land hat Fördermittel für sieben Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung bewilligt, die von den Städten und Gemeinden im Rheingau-Taunus durchgeführt werden. Wie die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth mitteilen, werden insgesamt 410.380 Euro bereitgestellt.

"Klimaschutz beginnt vor Ort. Das Land ist auf die Kommunen angewiesen. Deshalb setzen wir Anreize und helfen, ihre Projekte auf dem Weg zur Klimaneutralität und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels umzusetzen".

Bis auf ein Projekt befassen sich alle geförderten Maßnahmen mit dem Schutz vor den Folgen von Starkregen. "Die furchtbaren Katastrophen des letzten Jahres im Ahrtal und in Nordrhein-Westfalen haben wachgerüttelt. Auch in unserer Region ist aufgrund des Klimawandels verstärkt mit Extremwettereignissen, insbesondere Starkregen, zu rechnen. Um Schäden an Mensch, Sachen und Natur zu verhindern, muss Vorsorge getroffen werden", betonten Müller-Klepper und Beuth.

So stellt das Land dem Abwasserverband Mittlerer Rheingau, zu dem Rüdesheim, Geisenheim und Oestrich-Winkel (ohne Hallgarten) gehören, 94.127 Euro für eine Starkregensimulation bereit, mit der die Fließwege lokalisiert und potentielle Standorte für dezentrale Rückhaltemaßnahmen ermittelt werden können. Der Abwasserverband Oberer Rheingau (Eltville, Kiedrich, Walluf, Schlangenbad, Hallgarten) wird bei dem gleichen Vorhaben mit 42.153 Euro unterstützt.

Die Stadt Idstein erhält 100.000 Euro für die Erarbeitung eines Starkregenvorsorgekonzepts. 20.182 Euro werden der Gemeinde Hünstetten bereitgestellt, um eine Starkregensimulation für die Gemarkung Ketternschwalbach vornehmen zu können.

Der Gemeinde Hohenstein wird mit Landesmitteln in Höhe von 75.107 Euro ermöglicht, eine Simulation von Überschwemmungsereignissen, die Analyse der Abflusswege bei Starkniederschlägen und die Identifikation von Maßnahmen zur Schadensminderung vorzunehmen. Die Gemeinde Aarbergen bekommt für das gleiche Vorhaben 67.223 Euro.

"Entscheidend ist, dass mit Hilfe der Darstellungen und Daten Schutzmaßnahmen abgeleitet und verwirklicht werden, um Überschwemmung zu verhindern bzw. abzumildern – wie beispielsweise der Bau von Hochwasserrückhaltebecken, Versickerungsmulden, Gewässerrenaturierung oder die Entsiegelung von Flächen", so Müller-Klepper und Beuth.

Die Stadt Idstein wird bei einem weiteren Klimaprojekt unterstützt: mit 11.588 Euro für den Einsatz von CO2-armen Mobilitätssystemen für Dienstfahrten im Bereich der Stadtverwaltung.

Die Zahl kommunaler Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ist nach den Worten der Abgeordneten deutlich gestiegen. 2021 seien nur für zwei Projekte aus dem Kreisgebiet beim Land Mittel beantragt worden. Die Dachbegrünung auf dem Friedhof Geisenheim wurde mit 93.514 Euro gefördert, die Beschaffung von vier Dienst-E-Fahrrädern bei der Gemeinde Hünstetten mit 13.996 Euro.

Weitere Berichte

Mittel für neues Staffellöschfahrzeug

  • Petra Müller-Klepper
  • KIEDRICH
  • 30.05.2022

Die Landesregierung unterstützt die Sicherstellung des Brandschutzes in Kiedrich. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mitteilt, hat Innenminister ...

9,57 Millionen Euro aus DigitalPakt für Schulen im Kreis bewilligt

  • Petra Müller-Klepper
  • RHEINGAU-TAUNUS
  • 01.02.2022

Dem Rheingau-Taunus-Kreis sind vom Land aus dem DigitalPakt Schule insgesamt 9.571.762 Euro bewilligt worden. "Damit ist das Förderkontingent, das Bund und Land ...

Neues Klimakontingent: 2,07 Millionen Euro für den Rheingau

  • Petra Müller-Klepper
  • RHEINGAU
  • 17.10.2022

Die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper hat gute Nachricht: Aus dem neuen "Klimakontingent" des Landes, das in diesem Jahr im Rahmen der Städtebauförderung ...

Sie haben auch etwas Interessantes zu berichten?

Schreiben Sie jetzt Ihren Beitrag.

Beitrag erstellen

Termine aus der Region

30.
November
30.
November
Online-Banking Workshop

Mehrgenerationenhaus -Familienzentrum- Oestrich-Winkel

OESTRICH-WINKEL

Lade Daten