Caritas-Ehrenamt ist vielseitig und macht Spaß

Wolfram Eikemeier aus Rüsselsheim ist "Autoingenieur" im Vorruhestand, Klaus Störch ist Leiter der Caritas- Facheinrichtung für Wohnungslose Haus St. Martin in Hattersheim. Sieht man die beiden im Gespräch, weiß man: sie verstehen sich bestens.

Zunächst hat Wolfram Eikemeier ehrenamtlich den Hauswirtschafter des Hauses St. Martin in der Küche unterstützt- dabei hat man gemerkt, dass er auch genau der richtige Mann ist, wenn es drum geht, mit anzupacken oder etwas zu reparieren. "Mittlerweile habe ich zum Beispiel schon geholfen, eine Blech- Gerätehütte im Garten aufzubauen, und auch das Pflaster haben wir schon repariert", schmunzelt Eikemeier, "hier gibt es ein tolles Team, die Arbeit mit allen macht Spaß! Klaus Störch hat auch immer wieder interessante künstlerische Ideen, und ich übernehme da als praktischer Macher gerne die Ausführung."

Klaus Störch gibt das von Wolfram Eikemeier ausgesprochene Lob gerne zurück: "Wolfram ist sehr kommunikativ, er trägt zum guten Klima in der Einrichtung bei – und er ist ein Tüftler, er kann aus nichts etwas machen.", findet Störch, "darüber freuen wir uns sehr, denn unsere ehrenamtlichen Helfer sollen hier Dinge tun können, die ihnen Spaß machen!"

Zusammen als Team haben Eikemeier und Störch nun ein interessantes Projekt verwirklicht. "Die Idee dafür geht zurück bis in meine Jugend, in der ich im Zoo solch einen Spiegel gesehen habe. Da sah sich der Betrachter dann selbst als "gefährlichstes Säugetier der Welt" – aber mir kam der Gedanke, dass der im Spiegel zu sehende Mensch ja nicht nur gefährlich, sondern immer auch in verschiedenster Weise gefährdet ist, zum Beispiel eben durch Obdachlosigkeit", erinnert sich Störch, "Wolfram hat den Spiegel ganz selbst geplant und sogar den Rahmen hat er selbst geschweißt", erzählt Störch anerkennend.

Wie schnell solch eine Bedrohung durch Obdachlosigkeit tatsächlich auf "jeden" zukommen kann, darüber kann der "sich-selbst-Betrachter" über den auf dem Spiegel ebenfalls zu sehenden QR-Code jetzt einiges erfahren. Der Code leitet zu Informationen auf der Homepage www.caritas-main-taunus.de weiter, auf der Fakten zur Obdachlosigkeit und zu ihren Gründen zusammengetragen wurden. "40 Jahre Arbeit in der Obdachlosenhilfe haben mich gelehrt, dass es diese Risikofaktoren gibt und dass niemand davon ausgehen kann, das könne ihm doch nicht passieren", stellt Klaus Störch fest, "Obdachlosigkeit kann jeden treffen – auch Dich!" Daher sei eine Aufklärung über diese Risikofaktoren für wirklich jeden so wichtig.

Das Spiegel-Projekt soll in Zukunft an verschiedenen Orten aufgestellt werden, dort möglichst viele Betrachter anziehen und sie über die Risiken, die zu Obdachlosigkeit führen können, aufklären. "Das kann auf Veranstaltungen der Caritas sein, aber auch anderswo- der Spiegel kann ausgeliehen werden", erklärt Klaus Störch, "und wenn er dann einmal genug "gereist" ist, dann soll er eventuell –wenn das erlaubt ist- hier außen am Haus St. Martin weiter seinen Dienst tun."

Weitere Informationen unter
Internet: http://www.caritas-main-taunus.de
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@caritas-main-taunus.de

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