Dekanatssynode erhebt noch einmal ihre Stimme im EKHN-Reformprozess

Der Reformprozess ekhn2030 der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau nimmt zunehmend an Fahrt auf. Kein Wunder also, dass verschiedene Gesetze, die im Rahmen von ekhn2030 beschlossen werden sollen – insbesondere das EKHN-Regionalgesetz, dessen 1. Lesung von der EKHN-Landessynode voraussichtlich Ende November abgeschlossen wird – auch bei der 8. und zugleich letzten Tagung der 1. Dekanatssynode des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim im Mittelpunkt standen.

Und so wurde in dieser mit 90 Teilnehmenden sehr gut besuchten Online-Synode vor allem zahlreiche Änderungsanträge zu verschiedenen ekhn2030-Gesetzen, die von Dekan Olliver Zobel vorgestellt wurden, diskutiert und dann mit großer Mehrheit beschlossen. Das Dekanat forderte in seinen Anträgen z. B. dass Gemeinden unter dem "Dach" der Nachbarschaften auch die Wahl haben sollten, eine Arbeitsgemeinschaft zu bilden, der Zeitplan des Regionalgesetzes auf die unterschiedlichen Prozesse im Rahmen von ekhn2030 besser abgestimmt werden soll oder auch kleinere Gemeinden bei einem Verwaltungszusammenschluss Bonusstunden für ihr Gemeindebüro erhalten sollen.

Außerdem standen einige Personalentscheidungen auf dem Programm, so wurde der bisher stellvertretende Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes, Hans-Peter Rosenkranz, zum Vorsitzenden des DSV gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Helmar Richter an, dessen langjähriges Engagement insbesondere für das frühere Dekanat Oppenheim von Hans-Peter Rosenkranz an diesem Synodenabend gewürdigt wurde. Zum stellvertretenden DSV-Vorsitzenden wählte die Synode Dietrich Mannes, und neu im DSV wird der Essenheimer Wolfgang Knell sein.

Im Anschluss legte der DSV dem regionalen Kirchenparlament seinen Vorschlag für Zuschüsse bei Amtshandlungen vor. Seit kurzem hat die EKHN beschlossen, dass Gemeinden z. B. bei Hochzeiten von Nicht-Gemeindemitgliedern in ihrer Kirche (sog. fremde Kasualien) keine Gebühren mehr verlangen dürfen. Als Ausgleich werden diese Gemeinden, gestaffelt nach Gemeindegliederzahl und Anzahl der Amtshandlungen, vom Dekanat zukünftig Zuschüsse erhalten. Der Vorschlag des DSVs wurde von der Synode angenommen. Auch der vom DSV vorgelegten neuen Geschäftsordnung für die Dekanatssynode stimmte man nach kurzer Diskussion mit großer Mehrheit zu.

Die sich anschließende Abstimmung über eine neue Konzeption der Gemeindepädagogischen Arbeit im Dekanat, die ohne Gegenstimme und mit nur fünf Enthaltungen angenommen wurde, legte für die Entwicklung dieses Arbeitsbereichs im Dekanat eine wichtige Grundlage. Mit einem Überblick über die Fortschritte, die die am 1.1.2022 in Kraft tretende Gemeindeübergreifende Trägerschaft (GüT) des Dekanats gemacht hat – zum 1.11.2021 wird die neue Geschäftsführerin der GüT, Sabine Bezvald, ihre Arbeit aufnehmen – und einen Rückblick auf die Kirchenvorstandswahl sowie einigen Terminhinweisen endete die sehr gut vorbereitete und damit auch harmonisch verlaufende Dekanatssynode.

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