Disbu-Gruppe bei Wohlfühltagen in Aschaffenburg

"Den Süden entdecken" war Thema der ersten geführten Runde durch Aschaffenburg vom 14. bis 16. Juli. Die Sportler des SV Disbu, des Sportvereins im Dicken Busch, genossen die "Wohlfühltage".

Diese starteten mit einer nie langweiligen Stadtführung und lieferten mit dem Pompejanum einen ganz speziellen Blick auf historisierende Architektur: Angeregt durch die Ausgrabungen in Pompeji ließ König Ludwig I. diese Nachbildung eines römischen Wohnhauses 1840-1848 errichten. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Pompejanum durch Bombenabwürfe schwer beschädigt und erst ab 1960 in mehreren Phasen wieder restauriert. Seit 1994 sind hier originale römische Kunstwerke zu sehen. Diese und die prachtvolle Ausmalung der Innenräume und die Mosaikfußböden konnten die Disbu-Touristen am letzten Tag ihres Aufenthaltes im Detail bewundern.

Mindestens genauso prunkvoll bot sich das Schloss Johannisburg dar, unübersehbares Symbol des Machtanspruchs seiner Besitzer. Es war bis 1803 Residenz der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten.. Danach bis zum Ende der Monarchie gehörte es der Bayerischen Krone. Heute ist der Freistaat Bayern Eigentümer. Im 2. Weltkrieg wurde das Schloss durch Bomben und Artillerie schwer getroffen und brannte fast vollständig aus. Schon bald nach Kriegsende entstand der Wunsch, das Schloss wieder aufzubauen. Erst 1964 wurde es wiedereröffnet und enthält heute verschiedene Museen und Sammlungen, darunter besonders überraschend die weltweit größte Sammlung von aus Kork angefertigten Architekturmodellen, die vorwiegend antike Gebäude aus Rom darstellen, darunter auch ein Modell des Kolosseums, das mit seinen drei Metern Durchmesser das größte Korkmodell der Welt ist. Sie ist dem Hofkonditor und Korkschnitzer Carl Joseph May und seinem Sohn Georg zu verdanken, die sich ab 1792 mit dem Bau der Modelle befassten.

Spaziergang durch den Schönbusch-Park

Der zweite "Wohlfühltag" hatte seinen Höhepunkt mit einem ausführlichen Spaziergang durch den Schönbusch-Park. Der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Friedrich Carl von Erthal ließ ab 1775 das kurfürstliche Wildgehege zu einem Park umgestalten, künstliche Seen und Wasserläufe ausheben, Hügel aufschütten und Flanierwege anlegen. An Parkbauten kamen zum Schloss das Wirtschaftsgebäude, Hirtenhäuser und das Dörfchen als ländlich-pittoreske Staffagen, der Freundschaftstempel und das Philosophenhaus, der Aussichtsturm, der Speisesaal und die Rote Brücke hinzu. Auf farbenfroh blühender Wiese ließ sich ein Exemplar der dort lebenden schottischen Hochlandrinder von den staunenden Spaziergängern nicht beim Grasen stören.

Mit einem großen Dank der Reiseteilnehmer an Brigitte Metscher, Gymnastikübungsleiterin beim Disbu und seit vielen Jahren perfekte Organisatorin der "Wohlfühltage", endete am dritten Tag nach vielfältigen Einblicken in Innenräume des Pompejanums und des Schlosses trotz Corona geschuldeten Beschränkungen auch der diesjährige Ausflug als ganz besonderer außersportlicher Höhepunkt der Saison.

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