"Endlich wieder singen"

Der Rüsselsheimer Chor "Haste Töne" und der Treburer Frauenchor "TonArt" begeistern mit ihrem "Frühlingsgefühle"-Konzert.

Wie schnell eineinhalb Stunden vorüber gehen, wenn man gut unterhalten wird – das erlebten die vielen Gäste beim Konzert des "Haste-Töne"-Chores am Samstag, 14. Mai, in der Rüsselsheimer Matthäuskirche. Überwältigend groß war die Schar der Zuhörerinnen und Zuhörer (siehe Foto). Und das aus gutem Grund:

Ihnen wurde gute musikalische Unterhaltung und viel Emotion geboten unter dem gewählten Thema "Frühlingsgefühle." Lieder über die Liebe, die Schönheit der Natur und die Freude am Leben standen im Mittelpunkt. Aber es blieb nicht dabei. Mahnend und fordernd klangen am Schluss des Konzertes die Appelle für Frieden und Toleranz, die mit "Make love not war" ihren Höhepunkt fanden.

Die 13 Sängerinnen und Sänger von "Haste Töne" hatten sich ein Repertoire vom altfranzösischen Liebeslied aus dem 16. Jahrhundert bis Gilbert Becauds "L‘important c’est la Rose" ausgewählt. Drei Kompositionen von Felix Mendelssohn-Bartholdy gehörten ebenso dazu wie "Wochenend und Sonnenschein", das die Commedian Harmonists bekannt machten.

Wunderbar passten die Auftritte des Frauenchores "TonArt" dazu: Die Treburer Gäste sangen Popsongs wie "Only you" von den Flying Pickets, Filmmelodien wie "Moon river" aus "Frühstück bei Tiffany" oder Adeles "Skyfall". Und überzeugten stimmlich wie als lebendige Gruppe mit "One moment in time""Lollipop" mit dem passenden Plop und dem Song "Hefe" von Thea Eichholz-Müller, der zurecht für manchen Lacher sorgte, begründet er doch die menschliche Gewichtszunahme mit dem Vorhandensein des Treibmittels.

Die musikalische Leitung hatte Hannah Sophie Horras, die beide Chöre seit vielen Jahren mit großem Erfolg dirigiert. Die Mainzer Gesangspädagogin begleitete ihre Sängerinnen- und Sängerschar auch am Klavier. Im Schlussblock traten alle Aktiven gemeinsam auf und glänzten mit "Can’t help falling in love" und der schottischen Hymne "Auld lang syne". Bei dem zeitgenössischen Song "Dreaming" von Lorenz Maierhofer, in dem der Wunsch nach Frieden und einer besseren Welt ausgedrückt wird, sangen zudem noch vier Mitglieder vom Mainzer Kinderchor der Dirigentin den Eingangspart.

Das Publikum gab lang anhaltenden und begeisterten Beifall für die große musikalische Leistung der Sängerschar. Hannah Sophie Horras ist es wieder einmal gelungen, ihre Chöre musikalisch weiter zu entwickeln. Die Singfreude, die man bei den Sängerinnen und Sängern spürte und erlebte, ist vor allem das Resultat ihrer Arbeit. Als Zugabe sangen alle gemeinsam und voller Überzeugung "We shall overcome", die Hoffnung auf eine bessere Zeit in Frieden und Gemeinsamkeit.

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