Erfolgreicher Sommer 2021 für NABU Diedenbergen

Das vergangene Jahr 2020 war nicht nur wegen Corona und fehlenden Veranstaltungen wenig erfreulich für die Diedenbergener Naturschutzgruppe, auch das trockene Wetter machte der betreuten Natur zu schaffen. So hatten die Steinkäuze nur wenig Nachwuchs und die neu gepflanzten Obstbäume auf dem Vereinsgrundstück mussten über längere Zeit regelmäßig gewässert werden, damit sie ihren ersten Sommer überlebten.

Ganz anders 2021:

Regelmäßige Regenfälle waren gut für Steinkäuze, Störche und auch die Obstbäume.

Ein zufälliges Gespräch mit dem "Hausmeister" von Maria Frieden in Diedenbergen, Dr. Helmut Schmidt, sorgte dafür, dass die Ortsgruppe mehrere Nistkästen für verschiedene Singvögel auf dem Gelände des katholischen Gemeindezentrums anbringen konnte. Leider werden geeignete Brutmöglichkeiten immer weniger und sind bei Neubauten meist gar nicht mehr vorhanden.

In der Kirche St. Georg in Marxheim wurden bei einer Begehung Graue Langohren, eine seltene, bedrohte Fledermausart entdeckt. Als außerordentliche Überraschung fand sich dann auch noch, nach vielen Jahren Pause, wieder ein Schleiereulen-Brutpaar in der Marxheimer Schule ein.

Dort ist ein spezieller Kasten für die ebenfalls bedrohte Eulenart untergebracht.

Besonders die letzte Nachricht verbreitet sich unter den Naturschützern in Hofheim wie ein Lauffeuer.

Ein Jungvogel wurde morgens auf einer Fensterbank kauernd entdeckt, er hatte wohl nach seinem ersten Ausflug nicht mehr zurück in das Nest gefunden. Manfred und Eva Wiener vom NABU Diedenbergen konnten ihn aber einfangen und zurück in den Brutkasten bringen, wo noch drei Geschwister angetroffen wurden.

Um die Aktion nicht zu stören, wurde sogar die Pause der Grundschüler verlegt.

Zwei Tage später hatte sich auch noch die kleinste der vier jungen Eulen nach draußen gewagt. Diesmal kamen Horst Vogt und Roland Weckbecker-Reiter ebenfalls vom NABU Diedenbergen zu Hilfe. Diese Eule wurde ebenfalls nochmal zu ihren Geschwistern ins Nest gesetzt, bevor dann alle in den darauffolgenden Tagen ausflogen , um die Welt zu erkunden.

Für die Schüler der Marxheimer Schule war das natürlich eine spannende Abwechselung. Wann sieht man schon mal eine Schleiereule und das auch noch aus nächster Nähe?

Inzwischen haben die vier kleinen Mitbewohner von den Schulkindern auch schon Namen erhalten und alle hoffen, dass die Eulen nächstes Jahr wieder kommen und dort brüten.

Weitere Informationen unter
E-Mail: nabu-diedenbergen@gmx.de

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