Fachstelle Wohnraumhilfe bietet Hilfen bei drohender Wohnungslosigkeit

Angesichts der zunehmend angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt gewinnt die präventive Arbeit in der Wohnungslosenhilfe stetig an Bedeutung.

Mit dem primären Grundziel, Wohnraumverlust zu vermeiden und die existentielle Grundversorgung zu sichern, nahm am 1. Juli die Fachstelle Wohnraumhilfe im caritas-zentrum K3 in Ingelheim und im Beratungszentrum Oppenheim der Diakonie Rheinhessen ihre Arbeit auf. Das Angebot wird durch das Land Rheinland-Pfalz und den Landkreis Mainz-Bingen finanziell gefördert und richtet sich vor allem an Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Hiermit wird eine Lücke im bereits bestehenden Hilfesystem geschlossen.

Dass ein großer Bedarf besteht, zeigen die Erfahrungen des Beratungsteams, bestehend aus Melanie Mechsner und Diane Kraus vom caritas-zentrum K3 und Simon Louanzi von der Diakonie Rheinhessen. "Bereits nach kurzer Zeit erreichen uns viele Anfragen von Menschen, die um Unterstützung bitten".

Der Erstkontakt dient zur Erfassung der Situation der Ratsuchenden. "Hier haben wir es mit vielfältigen und meistens sehr komplexen Lebenslagen zu tun, die es ganzheitlich zu erfassen gilt", so die Mitarbeitenden.

In der Beratungsarbeit werden anschließend Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten entwickelt, mit dem Ziel, die drohende Wohnungslosigkeit zu vermeiden. Hilfestellungen werden zum Beispiel bei Themen wie Mietrückständen, Kündigung des Mietvertrages, Räumungsklagen oder bei Schwierigkeiten mit dem Vermieter gegeben.

Zudem bieten die drei Mitarbeitenden Beratung bei Obdachlosigkeit, unterstützen bei der Vermittlung einer Unterbringungsmöglichkeit und bei der Suche nach Wohnraum. Ebenso klären sie über rechtliche Ansprüche zum Beispiel zur Sicherung des Lebensunterhalts und ihre Durchsetzung auf. Um den Zugang zu ihrem Angebot zu erleichtern, wird neben der Beratung in den Räumlichkeiten von Caritas und Diakonie zusätzlich eine aufsuchende Arbeit stattfinden.

Die neue Fachstelle Wohnraumhilfe ergänzt bestehende Angebote der Wohnungslosenhilfe im Landkreis wie zum Beispiel das Angebot der Herberge Bingen, die zum Caritasverband Mainz gehört.

Im nördlichen Landkreis (VG Rhein-Nahe, VG Gau-Algesheim, Ingelheim, Bingen und VG Sprendlingen-Gensingen):
Caritas-zentrum K3
Diane Kraus und Melanie Mechsner (Diplom-Sozialarbeiterinnen)
Keltenweg 3
55218 Ingelheim
Info.wohnraumhilfe@thaddaeusheim.de
06132-42204-27/ -26

Im südlichen Landkreis (VG Rhein-Selz, VG Bodenheim, VG Nieder-Olm und Budenheim):
Diakonisches Werk Rheinhessen
Beratungszentrum Oppenheim
Simon Louanzi (Diplom-Pädagoge)
Am Markt 10
55276 Oppenheim
wohnraumhilfe@diakonie-rheinhessen.de
06133-578990

Weitere Informationen unter
Telefon: 06132 789412
Internet: http://www.diakonie-rheinhessen.de
E-Mail: miriam.boenning@diakonie-rheinhessen.de

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