"Faith and Food" - interreligiöse Küchengespräche

Kochen und Essen bringt Menschen zusammen. Die neue Kochshow "Faith and Food" - initiiert von der Evangelischen Kirche im Rhein-Main-Gebiet - hat genau dies zum Ziel: In sechs Online-Sendungen geben Köchinnen und Köche aus der Region Einblick in ihren Glauben und ihre Kultur. Glaube und Essen haben schon immer eng zusammengehört. In jeder Religion gibt es Rituale und Traditionen, die mit besonderen Speisen verbunden sind. Die Köchinnen und Köche lassen die Zuschauer mit Witz, Wissen und köstlichen Rezepten tief darin eintauchen. Denn feststeht: Die besten Gespräche finden in der Küche statt!

Mit dabei sind aus Mainz Koch Frank Gebert, Inhaber von Geberts Weinstuben, sowie die beiden Hobbyköchinnen Zakia Amallah und Clara Schwanzer. Als echter Mainzer kochte Frank Gebert ein traditionelles Aschermittwochsessen: Hering mit Pellkartoffeln. Nach der schönen Mainzer Fastnachtzeit wird mit diesem Gericht die 40-tägige Fastenzeit bis zum Osterfest eingeläutet. Der katholische Gastronom kochte gemeinsam mit dem Buddisten Jampa Kungashar. Der Dreh hat ihm großen Spaß gemacht und neue Horizonte eröffnet: "Jampa Kungshar hat buddistische Klöse zubereitet und wir kamen über das Kochen schnell ins Gespräch miteinander. Über unsere Lebensgeschichten, unsere Traditionen, unsere Religionen. Das gemeinsame Kochen und Essen hat dabei eine Verbindung zwischen uns hergestellt."

Zakia Amallah ist Gemeindeschwester in Mainz und muslimisch. In ihrem interreligiösen Küchengespräch mit Clara Schwanzer hat sie zum ersten Mal von der Bahai-Religion gehört. "Es war ein wunderbares Erlebnis, diese tolle Frau und ihre Religion kennen zu lernen!", erklärt sie, "Wir haben uns beim Kochen gegenseitig unterstützt und hatten gemeinsam großen Spaß!" Die leidenschaftliche Köchin kochte Couscous. Couscous gibt es in Marokko oft nach dem Freitagsgebet, das für die Muslime Pflicht ist: "Das Gericht bringt die Menschen nach dem Gebet zusammen", beschreibt Amallah. Auch Schwanzer bleibt das gemeinsame Kochen in lebhafter Erinnerung: "Das Kochen und Essen machte mir deutlich, dass am Ende des Tages doch alle Menschen von der gleichen göttlichen Stelle her beseelt sind. Gemeinsames Essen zeigt das und bringt das Wesentliche zurück." Bei der Mainzer Pflegekraft kamen typisch deutsche Käsespätzle auf den Tisch. "Die Bahai haben kein traditionelles Essen. Wir leben die Einheit in Vielfalt und jeder soll seine kulturellen Eigenheiten bewahren", berichtet Schwanzer.

Die Sendungen sind ab dem 14. Dezember immer 14-tägig montags um 19 Uhr auf der Seite www.faithandfood.de freigeschaltet. Dort gibt es auch die Rezepte zum Nachkochen und Informationen zu den einzelenen Sendeterminen.

Weitere Informationen unter
Internet: http://www.faithandfood.de
E-Mail: juliane.diel@ekhn.de

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