Fantasiepflanzen halten Einzug in Bretzenheimer Grundschule

Im Rahmen des von der Landesregierung Rheinland-Pfalz im Jahr 2013 initiierten Programms "Jedem Kind seine Kunst" verlegte die Künstlerin Stefanie Kettel ihren Arbeitsplatz für ein paar Wochen im Jahr 2020 in die Grundschule Bretzenheim, um gemeinsam mit den Grundschülerinnen und Grundschülern fantasievolle Pflanzen zu realisieren. "Als Werkstoffe diensten den Kindern Restmaterialien wie Joghurtbecher, Flaschendeckel, Tetra-Pak-Verschlüsse, Draht, Zahnstocher, Holzstäbchen, Federn, Perlen, Pappmaché und vieles mehr", beschreibt Kettel ihr Vorhaben. Die notwendigen Farben sponsorte die Meffert AG (Bad Kreuznach) der Schule.

Stefanie Kettel lebt und arbeitet in Harxheim und ist seit zwei Jahren Künstlerin für das Projekt des Landes RLP. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste, Städelschule in Frankfurt am Main und an der escola de Belas Artes in Belo Horizonte, Brasilien. Unter anderem ist sie Preisträgerin des artgrant Förderpreises und erhielt ein sechsmonatiges Aufenthaltsstipendium in London durch das Künstlerhaus Schloss Balmoral.

Bei Heranwachsenden ein dauerhaftes Interesse an Kunst und Kultur entwickeln

Mit dem Programm "Jedem Kind seine Kunst" verfolgt die Landesregierung das Ziel, bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein dauerhaftes Interesse an Kunst und Kultur zu entwickeln und vor allem jenen einen Zugang zu ermöglichen, für die das Erleben und eigene Mitgestalten von Bildender Kunst, Tanz, Musik und weiterer Kunst- und Kulturgattungen bislang nicht selbstverständlich ist. Der Zugang zu Kunst und Kultur soll für die jungen Teilnehmenden dabei kein einmaliges Erlebnis bleiben, sondern ein nachhaltiges Interesse begründen, das ihr Heranwachsen begleitet.

Mit großer Begeisterung mit den Werkstoffen gearbeitet

Die Jungen und Mädchen der Bretzenheimer Grundschule haben mit großer Begeisterung mit den Werkstoffen gearbeitet, sie beklebt, in Farbe getunkt und so ihre Fantasiepflanzen zum Leben erweckt. "Es war richtig spannend zu sehen, wie die einzelnen Pflanzen entstanden sind. Jeder von uns hatte den gleichen Auftrag – und doch sind so viele unterschiedliche Fantasiepflanzen entstanden", erzählt ein Kind fröhlich. Auch oder gerade in dieser doch so anderen Zeit war es für die Kinder eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag, die alle sichtlich genossen haben.

Da eine offizielle Ausstellung der Kunstwerke aus gegebenem Anlass nicht möglich war, stellten die Kinder ihre Pflanzenwelt auf die Fensterbänke der Klassenzimmer. Dort konnte sie nach Schulschluss von den Eltern bewundert werden.

Weitere Informationen unter
Telefon: 0176 21201325
E-Mail: carina-partenheimer@t-online.de

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