Frühe Einflussfaktoren und Epigenetik

„Frühe Einflussfaktoren und Epigenetik: Welche Faktoren entscheiden schon vorgeburtlich über unsere spätere Gesundheit und Krankheit?“

Die genauen ursächlichen Faktoren in der Entstehung von psychischen Störungen sind bis heute noch nicht vollständig aufgeklärt. Man geht von einer multifaktoriellen Genese aus, in der frühe Umwelt-Risikofaktoren und genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Neuere Erkenntnisse zeigen jedoch, dass nicht nur belastende Kindheitserfahrungen, sondern bereits vorgeburtliche Risikofaktoren die Auftretenswahrscheinlichkeit für psychische Störungen im späteren Leben erhöhen können. So beeinträchtigen ungünstige Bedingungen während der Schwangerschaft - wie z.B. mütterlicher Stress, Tabakkonsum, synthetische Glucocorticoide oder medizinische Komplikationen - die intrauterine Entwicklung des Fötus und sind mit einem erhöhten Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter assoziiert. Dieser Mechanismus wird als "Pränatale Programmierung" bezeichnet und basiert unter anderem auf epigenetischen Veränderungen, die die neuronale Entwicklung des Fötus beeinflussen. In dem am 26.01.2022 stattfindenden Vortrag werden die Grundlagen dieser Zusammenhänge erläutert sowie aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt.

Dr. Cornelia Schwarze ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Psychologische Psychotherapeutin an der Universität Heidelberg. Sie forscht unter anderem an der prä-, peri- und postnatalen Programmierung von psychischer Gesundheit und Krankheit.

Informationen zum Termin
Online-Vortrag, Leibniz-Institut für Resilienzforschung
26.01.2022, 18:15 Uhr – 26.01.2022, 19:45 Uhr

Online
Wallstraße 7
55122 MAINZ

Weitere Informationen unter
Telefon: 06131 8944817
Internet: https://www.lir-mainz.de
E-Mail: melanie.lathomus@lir-mainz.de

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