Gartenschläfer & Co. leben im Winter auf Sparflamme – bitte in Ruhe lassen

Mit sinkenden Temperaturen und kürzeren Tagen ziehen sich viele Tiere in den Winterschlaf zurück, auch der Gartenschläfer. Wie der Winterschlaf bei diesen kleinen Verwandten des Siebenschläfers abläuft und was während der nächsten Monate in seinem Versteck passiert, das untersuchen der BUND, die Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft in ihrem Projekt "Spurensuche Gartenschläfer".

Die Bestände des Gartenschläfers gehen in vielen Regionen drastisch zurück. Eventuell könnten auch die Lebensbedingungen während der Wintermonate eine Ursache für das regionale Aussterben sein. Einige faszinierende Fakten des Winterschlafs bei Gartenschläfern sind bereits erforscht: Die Körpertemperatur der Schlafmäuse sinkt auf bis zu 2° Celsius. Die Herzfrequenz beträgt nur noch zwei Schläge pro Minute, statt wie sonst 350. Die Atmung wird verlangsamt und es setzen sogar atemfreie Pausen ein. Dennoch verlieren die Gartenschläfer in diesen Monaten kaum an Muskulatur. Wie sie das schaffen, ist jedoch noch ein Rätsel. Der Gartenschläfer nutzt für den Winterschlaf Verstecke in Baumhöhlen und Felsspalten, in Mauern, Gebäuden und Höhlen. In einigen Regionen werden Gartenschläfer während es Winters auch in Vogelnistkästen angetroffen. Doch zumeist sind diese kein geeigneter Ort für den Winterschlaf, da hier die Temperaturen zu stark schwanken.

BUND bittet: Nester an Ort und Stelle lassen!

Der BUND Mainz-Bingen bittet dringend darum, Gartenschläfer-Nester nicht zu berühren und sie an Ort und Stelle zu belassen. Gartenschläfer stehen als stark gefährdete Tierart unter besonderem Naturschutz. Jede Störung des Winterschlafs bedeutet ein erheblicher Energieaufwand für die Tiere, deren Reserven dann ggf. nicht mehr bis zum Frühling ausreichen werden. Dies gilt im Übrigen auch für andere Tiere wie den Igel.

Weitere Informationen: BUND Mainz-Bingen, https://mainz-bingen.bund-rlp.de/. Das Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Weitere Informationen unter
Internet: https://mainz-bingen.bund-rlp.de/

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