"Gerechte Verteilung der Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen"

Das Reinheimer Frauen- und Familienzentrum FrauenFreiRäume e.V. stellt mit Anna Katharina Wenning unter anderem auch die kommunale Frauenbeauftragte, deren Anliegen die Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Lebensbereichen ist. Gleiche Verteilung von unbezahlter Arbeit auf Männer und Frauen ist auch das erklärte Ziel der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG). Daher liegt es auf der Hand, dass die BAG zu den Gründungsmitgliedern des neuen Bündnisses "Sorgearbeit fair teilen" gehört.

"Zeiten für Erwerbsarbeit und Sorgearbeit müssen gemeinsam gedacht und gerecht verteilt werden. Davon profitieren Frauen und Männer gleichermaßen. Gerade Corona hat gezeigt, dass vor allem Frauen Haushalt, Kinderbetreuung, Homeschooling und die Versorgung von Angehörigen neben ihrem (oft systemrelevanten) Job geschultert haben", so BAG-Bundessprecherin Christel Steylaers. "Damit sich das ändert, wollen wir gemeinsam mit Organisationen, wie dem deutschen Frauenrat, dem Bundesforum Männer, Frauenorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Organisationen daran arbeiten, dass Sorgearbeit gerechter verteilt wird." Wissenschaftliche Studien bestätigen eine Sorgelücke zwischen den Geschlechtern: Frauen wenden im Durchschnitt täglich anderthalb Stunden mehr für Sorgearbeit auf als Männer. Dieser sogenannte Gender Care Gap beträgt damit 52 Prozent. In Paarhaushalten mit Kindern sind es sogar 83 Prozent. Die ökonomischen und sozialen Folgen dieser Arbeitsteilung sind schwerwiegend: Die Einkommen von Frauen sind häufig deutlich niedriger als die von Männern. Die beruflichen Entwicklungsperspektiven von Frauen sind oft begrenzt und bei Trennung oder im Alter sind sie finanziell häufig nicht ausreichend abgesichert. Männern fällt noch immer die Rolle des Familienernährers zu. Das raubt ihnen nicht selten die Zeit, Sorge- und Hausarbeit sowie Pflegearbeit für Familienangehörige zu übernehmen. Diese geschlechtliche Arbeitsteilung entspricht nicht mehr den Lebensvorstellungen vieler Paare. Unabhängig vom eigenen Geschlecht wollen Frauen und Männer sowohl private Sorgearbeit und Sorgeverantwortung übernehmen als auch den eigenen Lebensunterhalt verdienen können. Um diesen Wunsch zu stärken und geschlechterstereotype Hindernisse abzubauen, haben wir das Bündnis "Sorgearbeit fair teilen" gegründet. In dem Bündnis engagieren sich Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchen, Gewerkschaften, Frauen-, Männer- und Sozialverbänden sowie aus Selbsthilfeorganisationen und Stiftungen für gleiche Verwirklichungschancen für alle Geschlechter. Sorgearbeit ist von hohem gesellschaftlichen Wert und soll zwischen den Geschlechtern fair verteilt sein. Dafür setzt sich unser Bündnis ein. (Quelle BAG)

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 06162-6364, www.frauenfreiraeume.de oder frauenfreiraeume@t-online.de.

Weitere Informationen unter
Telefon: 06162 6364
Internet: http://www.Frauenfreiraeume.de
E-Mail: frauenfreiraeume@t-online.de

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