InfraServ Wiesbaden nimmt neue Dünnschlammentwässerungsanlage in Betrieb

InfraServ Wiesbaden (ISW) betreibt seit 1972 auf der Rheininsel Petersaue eine Biologische Abwasserreinigungsanlage (BARA) als wesentlichen Teil der Infrastruktur des Industrieparks Wiesbaden. Im Reinigungsprozess fallen durchschnittlich etwa 15 Kubikmeter pro Stunde Überschussschlamm an, der wegen seines geringen Trockensubstanz-Anteils als "Dünnschlamm" bezeichnet wird. Dieser wurde in den vergangenen Jahren über eine Rohrleitung zum Wiesbadener Klärwerk gepumpt, das von den Entsorgungsbetrieben der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) betrieben wird. Der dort übrigbleibende Filterkuchen wurde für die Verwertung zur Klärschlammverbrennungsanlage im Industriepark Frankfurt-Höchst transportiert.

ISW hat zum Monatsanfang April 2022 ein alternatives Verfahren in Betrieb genommen, das dem Industriepark jährlich etwa 0,9 Millionen Euro Kosten einspart. Mit Blick auf die Effizienz des Gesamtverfahrens schlägt zudem positiv zu Buche, dass die energieintensive Pumpstrecke von zuvor vier Kilometern bis zur ELW-Anlage auf weniger als 500 Meter verkürzt worden ist.

Planmäßige Projektrealisierung

InfraServ Wiesbaden hat etwa 4,4 Millionen Euro in die neue Anlage investiert. Der Industrieparkbetreiber konnte auch bei diesem Infrastrukturprojekt den veranschlagten Budget- und Zeitrahmen einhalten.

Mehr als 20 Firmen aus unterschiedlichen Fachgewerken waren an der Projektarbeit beteiligt. Während die Gesamtprojektleitung in den Händen von InfraServ Wiesbaden war, kamen der ISW-Tochtergesellschaft ISW-Technik erneut Schlüsselaufgaben zu.

ISW-Geschäftsleiter Jörg Kreutzer sagt: "Wir sind sehr stolz auf unsere Mannschaften und danken den Kolleginnen und Kollegen der ISW-Gruppe ebenso wie den anderen Projektpartnern, die dazu beigetragen haben, dass wir auch dieses wichtige Infrastrukturprojekt für den Industriepark planmäßig haben realisieren können. Wir haben damit einen weiteren Schritt getan, um unseren Standortkunden dauerhaft wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Produktion hier im Industriepark in der hessischen Landeshauptstadt zu bieten."

Im Zuge der Planungs- und Umsetzungsarbeiten haben die Entsorgungsbetriebe ELW und der Industrieparkbetreiber ISW vereinbart, das für den früheren Entsorgungsprozess zugrundeliegende Vertragsverhältnis mit Wirkung 1. April 2022 aufzulösen.

Einsatz moderner Technologien

Herzstück der neuen ISW-betriebseigenen Dünnschlammentwässerungsanlage sind zwei Dekanter mit einem Durchsatz von jeweils 10 bis 25 Kubikmeter Dünnschlamm pro Stunde.

Bei normalem Industrieparkbetrieb und durchschnittlicher Auslastung der BARA fallen mit der neuen ISW-Dünnschlammentwässerungsanlage pro Jahr etwa 15.000 Tonnen Filterkuchen an. Die Verfahrensänderung hat wenig Einfluss auf die Qualität des nach der Reinigung in den Rhein eingeleiteten Abwassers aus dem Industriepark. Die hohen Gewässer- und Umweltschutzstandards der Biologischen Abwasserreinigungsanlage und des Industrieparkbetriebs bleiben unverändert bestehen.

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