Letzte-Hilfe-Kurs in Worms

Umsorgen von schwer erkrankten und sterbenden Menschen am Lebensende

Bei Verkehrsunfällen und in anderen brenzligen Situationen wird Erste-Hilfe geleistet. Erste-Hilfe-Kurse sind fest in unserer Gesellschaft verankert. Fast jeder absolviert sie und erinnert sich an Reanimation oder stabile Seitenlage. In der Bevölkerung gibt es ein Basis-Wissen für die Lebensrettung im Notfall.

Wie kann man einem Menschen helfen, der sich auf seinem letzten Weg befindet und im Sterben liegt? Für viele ist das sicher kein Thema, mit dem sie sich gerne beschäftigen. Das Sterben und der Tod ist ein Tabu, weil es Ängste auslöst, einen immer auch daran erinnert, dass das eigene Leben endlich ist.

Ein Basis-Wissen und Bewusstsein für die Begleitung am Lebensende, im Sterben und in der Trauer gibt es noch nicht. Die meisten Menschen möchten zuhause sterben – und nicht im Krankenhaus. Es braucht daher eine Verbreiterung des Allgemeinwissens für "Letzte Hilfe" in der Bevölkerung.

Der Palliativmediziner Dr. Georg Bollig hat ein Konzept für einen sogenannten "Letzte-Hilfe-Kurs" entwickelt. Er vermittelt Basis-Wissen und Basis-Kompetenzen aus Hospiz- und Palliativarbeit für eine gute Sorge am Lebensende.

Die Ökumenische Hospizhilfe Worms bietet am Mittwoch, den 23. September 2020 von 18.00 – 21.30 Uhr wieder einen "Letzte Hilfe Kurs" an. Veranstaltungsort ist wegen des größeren Raumes die Magnuskirche in Worms. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Referentin ist Miriam Ohl, Diplomsozialpädagogin und Palliative Care Fachkraft vom Hospiz Elias in Ludwigshafen.

Es geht um das Sterben als Teil des Lebens, um Vorsorgen und Entscheiden, weitere Themen sind körperliche, psychische, soziale und existentielle Nöte sowie Abschied nehmen vom Leben.

Am Lebensende das Leid von Menschen zu lindern - Angst, allgemeine Unruhe, Durst oder Schmerzen – darin kann der nahestehende Mensch Hilfe leisten. Das sieht auch Pfarrer Joachim Putz, Hospiz- und Trauerseelsorger, so, der den "Letzte- Hilfe-Kurs" nach Worms gebracht hat und hofft, dass viele Bürgerinnen und Bürger diese Gelegenheit wahrnehmen.

"Niemand soll nach dem Tod eines geliebten Menschen sagen müssen: Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich manches anders gemacht …", sagt Sabine Lincks, Koordinatorin der Ökumenischen Hospizhilfe in Worms.

Der "Letzte-Hilfe-Kurs" steht allen Interessierten offen, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter 0176-12539125. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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