Nachbarschaftshilfe für Pflegebedürftige wird weiter belohnt

Ehrenamtliche Nachbarschaftshelfer im Rheingau-Taunus können weiterhin Dienstleistungen bis zur Haustür, die sie für Pflegebedürftige erbringen, bei den Pflegekassen abrechnen.

Hierauf weist die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper hin. „Das Land hat die Ausnahmeregelung bis 30. Juni 2021 verlängert. Denn viele Pflegebedürftigen brauchen nach wie vor aufgrund der Corona-Pandemie mehr Hilfe bei Alltagsangelegenheiten. Wenn sich Nachbarn hier einbringen, dann soll das auch honoriert werden“, erklärte die Abgeordnete.

Das Land habe im vergangenen Jahr wegen der Pandemie unbürokratisch die Pflegeunterstützungsverordnung geändert und die Möglichkeit eröffnet, dass der sogenannte Entlastungsbetrag von monatlich 125 Euro, der jedem Pflegebedürftigen für Unterstützungsleistungen im Alltag zur Verfügung steht, auch für Nachbarschaftshilfe verwendet werden könne. „Ich setze mich dafür ein, dass diese Möglichkeit über die Pandemie hinaus bestehen bleibt und bei der Novellierung der Verordnung, die derzeit vorbereitet wird, zu einer dauerhaften Regelung wird. Generell müssen durch eine Deregulierung mehr Angebote entstehen, damit die steigenden Bedarfe gedeckt werden können“, betonte Petra Müller-Klepper.

Zu den Dienstleistungen bis zur Haustür zählen insbesondere der Einkauf von Waren des täglichen Lebens, Holen und Bringen der Wäsche von und zur Reinigung, Anlieferung von Speisen, Übernahme von Botengängen, Organisation und Erledigung von Behördengängen und Behördenangelegenheiten und die Organisation erforderlicher Arztbesuche. Im Rheingau-Taunus bestehe Bedarf an diesen Leistungen, die vielerorts allein durch die anerkannten Anbieter nicht abgedeckt werden könnten.

„Diese Dienstleistungen können aufgrund der geänderten Regelung nicht nur von bereits anerkannten Anbietern, sondern auch von ehrenamtlichen Personen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe erbracht und mit den Pflegekassen abgerechnet werden“, so die Abgeordnete. Es sei kein formales Anerkennungsverfahren der Nachbarschaftshilfe erforderlich. Es genüge die Vorlage aussagekräftiger Abrechnungen bei der Pflegekasse.

Ehrenamtliche Personen, die Dienstleistungen erbringen möchten, müssen beachten, dass sie mit der pflegebedürftigen Person nicht verwandt oder verschwägert sind und nicht mit ihr in einer häuslichen Gemeinschaft leben dürfen. Weitere Informationen sind unter www.pflege-in-hessen.de/formen-der-pflege/pflege-zuhause/unterstuetzungsleistungen-im-alltag erhältlich.

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