Neustart der Stadtkapelle Heppenheim nach dem Lockdown

Die Musiker und Musikerinnen der Stadtkapelle Heppenheim strahlten mit ihren frisch geputzten Instrumenten um die Wette. "Endlich können wir wieder gemeinsam musizieren", lautete der am häufigsten zu hörende Satz in der ersten Probe nach dem Lockdown. Die ersten Töne signalisierten auf akustisch eindeutige Weise, dass die Instrumente während der achtmonatigen Zwangspause keinen Staub angesetzt hatten. Im stillen Kämmerlein hatten die Musiker fleißig weiter geübt, was "sehr viel Disziplin und Selbstmotivation erforderte", wie ein Saxophonist unumwunden einräumte.

Geschäftsführer Jürgen Daubner ließ es sich zu Beginn nicht nehmen, seine Freude über die erste Probe zu äußern. Besonders begeistert zeigte sich Daubner von der großen Resonanz: Rund 30 Musiker waren pünktlich zur Halle der Firma Monoflo gekommen. Bedenken, dass die Auszeit zu einem enormen personellen Schwund führen könnte, bewahrheiteten sich erfreulicherweise nicht. Ein Indiz dafür, dass die Stadtkapelle nichts an ihrer Attraktivität für die Musiker einbüßte. "Niveauvolle Musik und konzentriere Probenarbeit sind die Garanten für den Zuspruch, den unser Orchester genießt", erklärte das Vorstandsteam.

Genau darauf baut Dirigent Wilco Grootenboer wieder auf. Er zeigte sich erfreut und überrascht gleichermaßen von den ersten Klängen der Stadtkapelle. "Kaum zu glauben, dass acht Monate zwischen der letzten und der ersten Probe liegen. Ihr habt eure Hausaufgaben sorgfältig erledigt", lobte Grootenboer. Die erste Übungsstunde nutze er dazu, verschiedene Kompositionen aus der reichlich gefüllten Mappe zu spielen. Es ging keineswegs darum, Details auszuarbeiten, sondern das Zusammenspiel zu fördern.

Mit hörbarer Spielfreude gingen die Musiker ans Werk. Wilco Grootenboer kreierte eine bunte Mischung: vom sakralen Werk zum Einspielen, über eine klassische Polka bis hin zu achtziger Jahre Hits. "Man merkte sofort, dass jeder auf diesen Moment sehnlichst gewartet hatte", hieß es vom Vorstand. Nach einer Stunde legte der Dirigent seinen Taktstock nieder, um die Lippen, sprich: den Ansatz nicht über Gebühr zu strapazieren.

Die Proben im Freien finden jetzt wieder jeden Dienstag ab 19.30 Uhr vor der Monoflo-Halle (Lise-Meitner-Straße 16, Heppenheim) statt. Bei der Stadtkapelle ist man guter Dinge, dass schon bald wieder der gewohnte Sound erklingt und Auftritte möglich sind; erste Anfragen diesbezüglich liegen schon vor. Sollte sich die Corona-Situation weiter entspannen, sieht das Orchester auch die Chance, im August/September das beliebte Serenaden-Konzert im Garten des Klosters von St. Vinzenz zu veranstalten. "Wir wollen möglichst schnell wieder in den gewohnten Rhythmus kommen", betonte Geschäftsführer Daubner.

Auf jeden Fall, da waren sich alle einig, hatte die Stadtkapelle einen Neustart nach Maß hingelegt.

Weitere Informationen unter
Telefon: 06253 87279
Internet: https://www.stadtkapelle-heppenheim.de
E-Mail: vorstand@stadtkapelle-heppenheim.de

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