Oppenheimer Kanuten erleben Wildwasser und Forellen

In diesem Jahr führte die Wildwasserwoche des Kanu Club Oppenheim in die julischen Alpen Sloweniens. Vier Paddler und eine Begleiterin, eine kleine Gruppe. Allerdings taucht man in ein Kanu-Universum ein. Mit Sportlern aus Slowenien, Österreich, Deutschland, sogar aus Schottland. Man ist schnell im Gespräch … "Wie verhält man sich an der Stelle mit dem Felssturz?", "Kennt ihr den alten Munitionslager-Tunnel?" Man hilft dem anderen und diskutiert vor dem Einstieg ins Kajak noch mit zwei Schotten über ein Referendum zur Loslösung von England.

Erfahrung mit leichtem Wildwasser und Eskimorolle sind Voraussetzung. So ging es zum Einfahren auf die Hausfrauenstrecke. Auch die erfahrenen Oppenheimer hatten lange kein Wildwasser mehr gesehen und waren froh, dass es nicht gleich zur Sache ging. Das folgte dann mit Befahrung der Koritnica. Die Hälfte der Gruppe traute sich die schwierige Anfahrt und den turbulenten Eingang in die Koritnica-Klamm zu. Da dies sofort nach dem Start zu meistern ist, wurde die Stelle von den nicht so sicheren Kanuten fürs erste umtragen. Dafür gab‘s einen Sprung mit dem Boot ins Schlussstück der Klamm. Die Koritnica bietet mittlere bis sehr schwere Schwierigkeitsgrade mit Einstufungen zw. Wildwasser II, III und IV. Wildwasser-IV-Abschnitte boten wuchtiges Wasser mit Felsblöcken, die man umfahren muss. Und das in rasanter Abfolge. Schnelles Entscheiden und Kurskorrekturen sind nötig. Anfänger folgen einem erfahrenen Scout, der sie durch schwierige Passagen navigiert. Höhepunkt war die obere Soca ab der legendären Bunkerschwallstrecke. Wildwasser IV auf 300 Meter mit anspruchsvollen Schlüsselstellen. Hier gab es unfreiwillige Schwimmeinlagen, ein erfahrener Kanute musste eskimotieren. Fahrtechnisch machbar, aber gefährlich ist die Soca-Klamm. Unter den steilen Felswänden kann das Wasser einen Schwimmer ein oder zwei Meter hineinziehen, der dann zwanzig Meter flussabwärts herausgespült wird. Bei der Einfahrt in die Klamm werden die Kajaks auf einen ansteigenden Felsblock geschoben. Viele rutschen auf den Felsen und rückwärts wieder zurück ins turbulente Wasser, wo Könner die Balance halten oder eskimotieren. Leichter fällt der Einstieg in die Klamm 10 Meter weiter mit einem Sprung aus drei Meter Höhe. Hier ist eine Schwimmeinlage unbedingt zu vermeiden. Denn es folgt die Bobbahn – eine enge, gewundene und sehr schnelle Passage. Sehenswert: Durch einen Tunnel ist diese zu umtragen.

Sportliche 200 Mannschaftskilometer wurden absolviert. Rundum hohe Berge am Rand des Triglav-Nationalparks. Die Gemeinde Bovec mit touristischem Treiben. Der auf Kajakfahrer spezialisierte, saubere Campingplatz. Hier gab es alles. Von den Leinen zum Trocknen der Ausrüstung bis zum Kräuterbeet fürs Abendessen. Überall Feuerstellen und gespaltenes Holz für kleines Geld. Bekannt ist die Region für ihre Forellen. Die gab es für 2,50 €. Da haben die Oppenheimer nicht gezögert und in Teamarbeit ein sensationelles Abendessen zubereitet. Forelle über'm Feuer.

Weitere Informationen unter
Internet: https://www.KC-Oppenheim.de
E-Mail: bruno@brunok.de

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