VG Wörrstadt wird bei Beschaffungen immer nachhaltiger

In der Verbandsgemeinde Wörrstadt spielt der Nachhaltigkeitsaspekt schon seit vielen Jahren eine große Rolle. So gibt es bereits seit 20 Jahren die Lokale Agenda, die in vielen Bereichen aktiv ist und viele Projekte anstößt. Für eine Verbandsgemeinde, die viel in den Klimaschutz investiert und die seit 2014 als Fairtrade-Kommune ausgezeichnet ist, gehört eine öko-soziale Beschaffung als wichtiger Baustein zum Nachhaltigkeitsansatz ganz selbstverständlich dazu. Doch kann man nicht an allen Stellen gleichzeitig umstellen, sondern legt den Fokus zunächst auf einen Bereich, bei dem mit wenig Aufwand ein relativ großer Effekt erzielt werden kann. Dies ist der Papierverbrauch, da hieran immer noch ein jährlich recht großer Bedarf besteht.

Tina Baum-Kropp von der Beschaffungsstelle berichtet: "In einem ersten Schritt haben wir die Papierprodukte auf solche mit dem Siegel ‚Blauer Engel‘ umgestellt. Wenn benötigte Papiere einmal doch nicht mit diesem Siegel erhältlich sind, weichen wir auf das FSC-Siegel aus.

VG kauft inzwischen viele Produkte über das Kommunale Kaufhaus

Bei der Frage, welche Kosten eine öko-soziale Beschaffung verursachen, weiß Bürgermeister Markus Conrad rückblickend, dass die Verwaltung Nachhaltigkeitsaspekte durchaus umsetzen kann, ohne große Mehrkosten zu haben. Auch in der VG Wörrstadt ist das Geld natürlich ein wichtiges Thema. Conrad: "Wir kaufen aber inzwischen viele Produkte über das Kommunale Kaufhaus des Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz. Die landesweite Einkaufskooperation für Kommunen schafft wirtschaftliche und strategische Vorteile, auf die wir nicht mehr verzichten möchten."

Vorteil vom Kommunalen Kaufhaus ist die Filterfunktion

Die Preisvorteile, die durch Mengenbündelung, Ausschreibung und Vergabe von Massengütern im Verbund erreicht werden, gleichen die Mehrkosten von nachhaltigen und recycelten Produkten fast komplett aus. Tina Baum-Kropp ergänzt: "Ein weiterer Vorteil vom Kommunalen Kaufhaus ist die prima Filterfunktion, über die wir ganz schnell die nachhaltigen Produkte vorsortieren, bevor wir bestellen." Neben dem Recyclingpapier wurden inzwischen weitere Produktgruppen priorisiert, in denen die VG Wörrstadt schrittweise auf nachhaltige Produkte umstellen will. Bei den Büromaterialien sind das, um nur ein Beispiel zu nennen, nachhaltige Heftstreifen aus Pappe statt aus Plastik.

Bürgermeister Conrad: "Im Bereich Nahrungsmittel sind wir schon breiter aufgestellt. So werden unsere Gäste im Rathaus und bei unseren eigenen Veranstaltungen bereits mit fair gehandeltem Tee, Zucker, Keksen und unserem ‚eigenen, fair gehandelten 'VG-Käffche‘ bewirtet. Bei der Beauftragung von Caterern achten wir darauf, wo immer möglich, lokale und regionale Anbieter auszuwählen."

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