WESTWALL (UA) Projekt von Regine Dura und Hans Werner Kroesinger

Der Westwall ist das größte Flächendenkmal, das von der NS-Diktatur übriggeblieben ist. Er zieht sich von der Schweiz an der Grenze entlang bis zu den Niederlanden.

630 Kilometer. 18.000 Bunker, Panzersperren und Gräben prägen noch heute die Landschaft. Ortschaften wurden durch ihn zerschnitten und zerstört. Bis zu 500.000 Menschen haben an ihm gearbeitet, viele nicht freiwillig. Eine Befestigungsanlage, die von der Propaganda zu einer Verteidigungslinie deklariert wurde, aber in Wahrheit immer ein Instrument des Krieges war und zur Verlängerung des Leides beigetragen hat. Was können uns diese monumentalen Hinterlassenschaften heute noch erzählen?

Die beiden Theatermacher*innen Regine Dura und Hans Werner Kroesinger haben sich zusammen mit dem Ensemble auf Spurensuche begeben. Beide sind ausgewiesene Spezialisten des Dokumentartheaters. Neben Projekten u.a. über Ruanda, Dafur oder Frontex, haben sie sich immer wieder auch mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt. Mit ihrer Produktion Stolpersteine wurden sie 2016 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Für die Auseinandersetzung mit dem Westwall haben sie Interviews geführt, sich durch Archive gegraben und alle ihnen zugänglichen Quellen durchforstet. Aus diesen Originalzeugnissen von Zeitzeugen, Gerichtsakten und Propagandamaterial entwerfen sie einen Abend, der versucht uns die Schicksale, die mit dem Westwall zusammenhingen, gegenwärtig zu machen und auch zu zeigen, wie weit der Westwall auch nach dem Dritten Reich noch Einfluss auf die Ortschaften hatte.

Informationen zum Termin
Schauspiel, Staatstheater Mainz
31.10.2021, 18:00 Uhr – 31.10.2021, 19:30 Uhr
Vorverkaufsstart folgt in Kürze!

U17
Gutenbergplatz 7
55116 MAINZ

Weitere Informationen unter
Internet: http://www.staatstheater-mainz.com/web/veranstaltungen/schauspiel-21-22/westwall-ua

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