"Zukunft der Arbeit nach Corona" - die Fachtagung der KAB Rhein-Main

Kurz vor der Bundestagswahl führte der Bezirksverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Rhein-Main in Kooperation mit der Akademie Rabanus Maurus/ Haus am Dom Frankfurt eine Tagung

Thomas Diekmann begrüßte seitens des KAB-Diözesanverbandes alle Anwesenden im Saal und an den Bildschirmen sehr herzlich. Er verdeutlichte, dass die Anliegen des heutigen Tages zentrale Themen der KAB aufnehmen und entfalten.

Simon Reiners machte in seinem Impulsreferat die Punkte "Digitalisierung, Technologie, Homeoffice, Globalisierung/ Lieferkette, Arbeitslosigkeit/ Armut und weitere als zentrale Themen, die die Entwicklung in und nach der Coronapandemie bestimmen werden aus. "Der Mensch und nicht die Ökonomie steht im Mittelunkt von Guter Arbeit", so Reiners. "Es hängt gesellschaftlich mehr ab von privater Sorgearbeit als von ökonomischer Sorge".

Unter dem Motto "Zukunft guter Arbeit" folgte daraufhin ein Podium mit den Experten "Es gibt ein großer Schub der Mechanismen der Subjektivierung aufgrund Corona", so Prof. Kreutzer, "es wird durchschnittlich 48 Min länger gearbeitet aufgrund Homeoffice. Eine Regulierung ist erforderlich und auch die Umdeutung, welche Bedeutung Arbeit hat", so Kreutzer. Konrad Nagel-Strotmann von der KAB betonte: "Die Voraussetzung von Wirtschaft wird von denen geschaffen, die kein Geld dafür bekommen. "Die sozialen Sicherungssysteme sind unabhängig zu machen von Erwerbsarbeit", so Nagel-Strotmann; "hier ist das Bedingungslose Grundeinkommen unverzichtbare Voraussetzung". "Gute Tarife und Gesetzgebung sind die Voraussetzungen für Gute Arbeit", unterstrich der IG-Metaller Michael Gerst; "Es bedarf eines ökonomischen und ökologischen Umbaus, zugleich eine leistungsfähige Wirtschaft und Ausbau von Rechten für Beschäftigten, wobei Kompromisse geschlossen werden müssen."

Dann kam die Runde "Zukunft der Arbeit nach Corona" mit den Politikern . Achim Kessler (Die Linke) fordert, dass die Privatisierung der Sozialen Sicherungssystem zurückgefahren wird, dass die Bürgerversicherung in der GKV/GPV kommt. Das Sockelgrundeinkommen ist für Stegmann-Kuhn (Bündnis 90/ Die Grünen) eine zentrale Forderung. Bezahlung von Sorgearbeit müss fair und würdig werden. Private KV sei nicht nicht abzuschaffen, aber mit einkommensabhängigen Beiträgen auszustatten. Der Kandidat der CDU, Axel Kaufmann, betonte, dass durch die Energiewende Arbeit geschaffen werde. Für kleine Firmen sei Mitbestimmung aber ein großer Aufwand. Gegen Rechtsradikalismus seien starke Gewerkschaften wichtig. Die Überwindung der Zweiklassenmedizin sei dringend.

Weitere Infos: #kabtritteinfürdich und www.kab-limburg.de

Weitere Informationen unter
Telefon: 069 92884693
Internet: http://www.kab-limburg.de
E-Mail: rheinmain@kablimburg.de

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